Die feminine Seite ...

Als Frau wird man geboren. Eigentlich. Während des Wachstums darf man sich entwickeln. Mehr oder weniger. Es kommt eine Erziehung dazu, die den Frauen erklärt, was sie im Leben erwartet und wo ihre ... physischen ... Grenzen sind.  Aber viele entfalten ihre feminine Seite nicht. Sie wollen ihr Leben lang Hosen tragen. Nicht unbedingt, weil sie krumme Beine haben. Einfach, um ihre feminine Seite zu verstecken. Die unterdrücken sie dann gerne mit einem sehr unweiblichen Auftritt. „Einen Mann stehen“. Als ob es davon nicht schon genug geben würde. Die Männer mit der Brechstange beherrschen. Das muss doch nicht sein. Es ist so angenehm, mit einem Lächeln viel mehr erreichen zu können als mit unangenehmen, nicht enden wollenden Diskussionen und Rechthaberei.

 

Das feminine Lächeln auf einem gepflegten Gesicht ist ein großes Privileg der Frauen. Nur, scheinen das viele vergessen zu haben. Ebenso seine Wirkung. Männer können freundlich sein, aber bitte nicht lächeln! Sie wissen es nicht wirkungsvoll einzusetzen. Schnell verrät ihr schmunzelnder Versuch eine gewisse Unsicherheit oder aber sie verstecken sich hinter einem ironischen Grinsen. Was noch schlimmer ist. Ein charmantes Lächeln will überzeugen.

 

Ich streite nicht ab, dass es schwache Frauen gibt, so wie man auch schwachen Männern begegnen kann. Jedoch ist es mir unmöglich, die Rolle als Frau = Opfer grundsätzlich akzeptieren zu sollen. Ich habe viele Frauen aus der orientalischen und arabischen Welt kennengelernt. Sie sind keineswegs untergeordnet! Sie führen ihre Familien mit der gleichen selbstbewussten Stärke wie wir hier im Okzident.

 

Gewalttätige Ausschreitungen gibt es überall. Das ist kein Privileg des nahen oder fernen Ostens oder Südens. Wenn ein Haufen Fanatiker in den blauen Bergen zwischen Afghanistan und Pakistan Mädchen die Schule verbieten wollen, dann bringt das Schlagzeilen in die westlichen Nachrichten. Hilfe kommt meist zu spät. Umdenken verlangt mindestens einen Generationswechsel.

 

So wie ich auch all die unbegründeten Forderungen nach „gleichen Rechten“ nicht mehr hören kann. Rechte für was? Die feminine Seite verlieren? Ich will kein Mann sein und schon gar nicht das tun, was nur Männer können oder tun sollten. Die Frau führte den Haushalt, bestimmte die Erziehung der Kinder, und widmete sich den schönen Künsten: Musik, Malerei, Literatur. Irgendwann genügte das nicht mehr. Und jetzt wird geklagt, weil viele sich überfordert fühlen. Kinder, Beruf, Alltag. Keiner hat sie dazu gezwungen! Das haben sie sich mit den Jahren, Jahrzehnten selbst „erobert“.

 

Frauen sollten ihre feminine Seite wiederentdecken. Schultern hoch, Brust raus und die Hüften schwingen. Allein damit könnten sie Wunder vollbringen...

 

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