August ist der Urlaubsmonat ... eigentlich ...

Der achte Monat hat die Aufgabe, das Jahr zu unterbrechen. Eine Pause bilden zwischen den ersten anstrengenden Wochen des Jahres. In denen wir aus einem meist kalten und verschneiten Winter über die energiereiche Wärme des Frühlings hinein in die heißesten Monate Juni und Juli gekommen sind. Das ist ganz schön anstrengend. Da tut es gut, eine Weile auszusetzen. Lange einunddreißig Tage mal so richtig faulenzen, etwas ganz anderes sehen oder erleben. Bevor es wieder kälter und verregneter und verschneiter wird. Eine gute Einteilung. Könnte man denken.

 

Wäre da nicht der Klimawandel der letzten zwei Jahrzehnte mit seinen milden Wintern, trockenen Frühlingen und verregneten und kalten Sommern. Jahreszeiten werden zu einem Fremdwort. Bald wird man sich kaum an sie erinnern können.

 

Dazu kommt die ständig wachsende Globalisierung. Nur noch Eltern mit schulpflichtigen Kindern nutzen den August für einen ausgedehnten Urlaub. Wer sich die Zeit individueller einteilen kann verreist, wann immer er dazu Lust verspürt. Oder bleibt auch zu Hause, weil er schon geschäftlich das ganze Jahr den Globus durchquert. Der Massentourismus hat die Exklusivität längst überholt. Im Januar in die Sonne fliegen ist heute kein Luxus mehr. Wer im August Skifahren möchte, fliegt in die argentinischen oder australischen Berge. Wo liegt das Problem?

 

Der August selbst hat auch einen ganz besonderen Feiertag: der 15. teilt den Monat in zwei Hälfte, also auch den eventuellen Urlaub. Sein religiöser Aspekt bleibt wohl selbst für viele Christen Nebensache. Dieser Tag zeigt auch die Mitte des Jahres an. Von nun an wird es kühler (wenn es nicht schon regnet, siehe oben...), von hier ab geht es schneller dem Monatsende entgegen, also auch dem Urlaubsende.

 

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