Wortspiele im Herbst ...

Mein Selbstvertrauen ist am zerbröckeln. Mein Mut schwindet dahin wie der Schnee in der Sonne. Es bleibt mir nicht mehr viel Zeit. Ich will nicht in ein tieferes Loch fallen. Aber ich sehe keine Leiter, die mich aus diesem hinausführt.

Ich sehe die Sonne am blauen Himmel nicht mehr. Ich spüre nur meine kalten Füße. Langsam, ganz langsam, schleicht sich die Panik heran und kommt immer näher und dringt immer intensiver in mich. Sie beißt sich durch den Geist, bohrt mein Herz an und höhlt meine Seele aus.

Ideen werden zur Illusion. Vorschläge verwandeln sich in Abstraktum. Gedankenblitze verjagen die Vorstellungskraft. Verwirklichung und Umsetzung verstecken sich im Ungewissen. Die Gedankenarmut kommt auf. Sie verschlingt jede Materie, verdrängt die Realität, verzerrt die Wirklichkeit und lässt das Gedachte in den Abgrund stürzen.

Ein Grundgedanke wird dringend gesucht. Ohne Leitmotiv kann es nicht weiter gehen. Ein Begriff, ein Spruch, ein Satz, damit die Inspiration wieder Sauerstoff bekommt. Damit Ungereimtheiten beseitigt werden können und die Luft rein wird. Widersprüche sollen fortgespült werden. Gegensätze sollen umgepolt werden. Die Hoffnung muss sich stark machen, damit sich der Einsatz lohnt, damit der Weg frei wird.

Der Tunnel ist nicht mehr dunkel. Aus Schwarz wird Grau und erhellt sich zu einem strahlenden Weiß. Eureka! Es geht vorwärts. Die Straße ist gradlinig, ohne abweichende Umgehungen. Kurven streifen sich gerade. Abhänge werden zur flachen Ebene. Der Horizont lädt ein, erreichbar zu sein.

 

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