Steine können Gedanken funkeln lassen ...

 

In der Antike wurden Steine als Waffen verwendet. Es gab sie überall, reichlich, im Überfluss. David hat Goliath mit einem Stein erschlagen. Die Bauern benutzten gerne einen Stein am Ackerrain als Sitzgelegenheit. Immer dann, wenn sie müde wurden und ausruhen wollten.

Letztendlich wurden Steine zum Bau von Häusern genutzt. Nicht nur ausgehöhlt, sondern Stein auf Stein gelegt und zwar so, dass es innen trocken und kühl blieb.

Michelangelo hat aus einem Stein die schönste Statue gemeißelt, die es je auf der Welt zu sehen gab. Als sie fertig war, gab er ihr einen Fußtritt und rief verärgert: „Beweg’ dich!“ Die Figur besteht aus leuchtendem Marmor, aber Glieder und Muskeln und Gesichtszüge sind so meisterhaft geformt, dass sie noch heute jeden Betrachter zu täuschen versucht. Wäre da nicht der schneeweiße Marmor...

Der Mensch formte den Stein und benutzte ihn. Der Stein musste sich fügen. Nur selten rebelliert er noch, wenn ein Mensch ihn zu stark provoziert. Vor allem in den Bergen, da purzelt er gerne überraschend von seiner majestätischen Höhe in die Tiefe der Straßen und Schluchten, die von den Erdbewohnern geformt und ausgehöhlt worden sind.

Über Steine kann man stolpern. Das klingt banal, ist aber die Basis von verschiedenen Redensarten. „Den Stein ins Rollen bringen.“ „Steine aus dem Weg räumen.“ Das sind einfache Beispiele mit denen man Hürden im Laufe des Lebens, im Verlauf der Karriere, in der Folge des eigenen Schicksals, entfernen möchte. Das ist keineswegs leicht. Deshalb nimmt man den Stein als Anregung. Durch ihn, mit ihm, wird auch die Schwierigkeit der jeweiligen Hindernisse gemessen.

Kinder, hingegen, spielen gerne mit Steinen, je bunter, desto besser. Sie sind unbekümmerter. Ihre frischen Gedanken sind noch voller Fantasie. Ihre aufnahmefähigen Augen erfreuen sich an der Vielfalt der Steine, dabei bemerken sie oft gar nicht, welch edle Stücke sie zwischen Sand und Gras finden können. Mit leuchtenden Augen brachte ein junger Hirte in Südafrika seiner Schwester einen auffallend schönen Stein mit nach Hause. Erst viele Monate später stellte sich heraus, dass es der erste Diamant von unzählig vielen gewesen ist...

Steine können sehr kostbar sein. Auch die Steine, die uns scheinbar im Wege liegen. Wir müssen sie nur zeitig erkennen und sie für unser Ziel nutzen ...

 

 

 

 

 

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