Epiphanie - die Hexen bringen uns wieder zur Vernunft ...

Im Norden gibt es den Nikolaus. Der kommt aber schon am 6. Dezember mit seinem Knecht Ruprecht (meist auch alleine). Er bringt Gaben für die guten und die Rute für die bösen Kinder mit. Im Süden reitet die Befana auf ihrem Besen über die Häuser und zwar am 6. Januar. Auch sie kennt den Weg durch den Kamin. Dort füllt sie die aufgehängten Strümpfe mit Geschenken für die guten, sowie Asche und Kohle für die bösen Kinder. Aber sie nimmt auch etwas mit – die vielen Feiertage zwischen den Jahren. Damit ist es jetzt erst einmal Schluss. Der Weihnachtsstress ist mittlerweile verdaut. Der Neujahrskater ist längst überwunden. Die Raunächte zwischen den Jahren sind dieses Jahr nicht besonders eisig gewesen. Auch die umhergeisternden Seelen sind wieder in ihre (Unter)Welten  zurückgekehrt.

2015 ist noch jung und frisch. Vorsätze werden noch einmal überdacht und neu konzipiert. Vielleicht klappt es doch noch. Der Alltag kommt langsam wieder zurück und hüllt uns mit Arbeit ein. Das hoffen wenigstens viele, besonders diejenigen, die noch, oder wieder, auf der Suche sind.

Es gibt scharenweise Ratgeber, die dir vorschreiben, wie du dich bewerben sollst. Das beginnt mit dem richtigen Lebenslauf, geht über das perfekte Styling bis hin zur Körpersprache während des Vorstellungsgespräches. Aber wer kommt schon so weit. Ein paar wenige Glückliche erhalten tatsächlich eine Einladung. Alle anderen „freuen“ sich schon, wenn sie überhaupt noch eine Absage bekommen. Diese Unsitte hat sich sehr schnell flächendeckend verbreitet. Es scheint einfacher zu sein, bei einem Vorstellungsgespräch die Worte so lange zu drehen und zu wenden bis sie kaum einer mehr versteht. Aber, wenn es darum geht, eine Absage rechtfertigen zu müssen, werden diese, ach so cleveren, Leute aus den Personalabteilungen schnell zu Analphabeten.

Auf dem Kalender steht heute „Epiphanie“. Mein eigentliches Thema. Das kommt aus dem griechischen und bedeutet „Illumination – Einweihung – Erkenntnis“. Das sollten wir uns zu Herzen nehmen, wenn wir jetzt voll und ganz in das junge Jahr eintreten. Holt euch ins Bewusstsein, was ihr von dieser Zukunft erwartet und was ihr diesem Jahr geben wollt. Baut auf eure Stärken und setzt sie zielbewusst ein, dann wird euch das kommende Jahr eine gute Ernte bringen!

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