Aschermittwoch - Wellness für Körper und Seele

Aschermittwoch. Die Narren haben sich ausgetobt. So mancher Rausch steckt noch in den Gliedern. Draußen ist die Welt noch grau und neblig und kalt. Natur und Religion sorgen für einen gerechten Frühjahrsputz. Jetzt ist der Zeitpunkt günstig fürs Reinemachen. Geist und Körper entschlacken. Dazu passt die Fastenzeit. Zugegeben, sie ist ein bisschen lang. Die sieben Wochen oder vierzig Tage bis zum Ostersonntag ziehen sich mental noch länger hin. Aber das Resultat kann sich sehen lassen.

Ich habe es sogar schon schmecken können. Ab heute esse ich keine Süßigkeiten mehr und halbiere auch den Zucker im Kaffee. Den süßen Stoff nehme ich nur noch über das Obst und die versteckten Zusätze auf. Wie z.B. Joghurts, die ich keinesfalls zur klassischen Sorte „Süßigkeiten“ zähle.

Zu Beginn der Fastenzeit kann es natürlich in den ersten Tagen Kopfschmerzen geben. Damit reagiert der Körper immer, wenn ihm etwas entzogen wird. Nach ein, zwei Wochen beginnt das Gemüse und Obst und überhaupt alles, was man (noch) isst, einen neuen, intensiveren Geschmack zu bekommen. Zwar gibt es ab und zu auch kurze Entzugserscheinungen, aber die kann ich gut mit meinem festen Willen durchstehen. Disziplin ist nun mal angesagt. Ohne die geht gar nichts. In der Karwoche wird mein Mund langsam bitter. Die Zunge scheint nur noch diese Sensoren freizuschalten. Das Gehirn beginnt langsam wieder nach Zucker zu lechzen. Die Freude auf ein Stückchen Schokolade wird immer intensiver. Aber erst am Ostersonntag backe ich den Kuchen aus dem Film Chocolat. Erinnert ihr euch noch? An eine großartige Juliette Binoche und an einen unwiderstehlichen Johnny Depp? Das Rezept für den Schokokuchen von Vianne verrate ich euch frühestens in der Karwoche!

Bis dahin heißt es erst einmal Frühjahrsputz für Geist und Seele! Den Körper entschlacken. Den Memory Lane freikehren. Die Gedanken entstauben. Das Herz von allem Unnötigen befreien. Die Lungen wieder mit frischem Sauerstoff versorgen. Damit wir aufnahmefähig und wiederhergestellt sind, um mit frischer Energie in den Frühling starten zu können. Schließlich geht es nicht nur um die Verdauungsorgane oder den letzten Winterspeck loswerden. Der Geist sollte schon mit einbezogen werden. Ihr werdet staunen, wie viel „Plunder“ ihr selbst in eurem „obersten Stübchen“ loswerden könnt. Ich wünsche euch viel Spaß und noch mehr Erfolg dabei!

 

 

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