Analysiere deinen Kritiker .... damit er konstruktiv wird

Was soll das Geschwafel? 

Diesen "Kommentar" fand ich vor ein paar Tagen unter einem Text. So manchem Schreiberling würde das Echo die zarte Seele verletzen. Ein Begriff, der viel über die Mentalität und geistige Verfassung dessen aussagt, der ihn benutzt hat. Wörter können verletzen, beleidigen oder provozieren. Neugierig nahm ich die Frage näher unter die Lupe.

Geschwafel ist ein Wort, dessen Ursprung als abwertende Umgangssprache bezeichnet wird. Damit soll eine Entwertung angegeben werden ohne jegliche inhaltliche Begründung. Kurioserweise bleibt der Artikel dieses Wortes neutral, er zeigt sich weder männlich noch weiblich. 

Was soll das Geschwafel? 

Die kurzbündige Frage mit einer absichtlichen Degradierung will als essentielle Resonanz rhetorisch auftreten. Daraus kann man interpretieren, dass der Benutzer dieses Wortes nicht mit eigenen Argumenten über das betreffende Thema diskutieren kann. Seine Ignoranz oder Geistlosigkeit will er hinter einer generalisierenden Abwertung verstecken.

Was der Autor damit meint ist klar: "Ich brauche keine Antwort. Das ist meine Antwort. Ich muss das nicht erklären." Jedoch sagt seine Wortwahl auch viel über ihn aus. Einer offenen und konstruktiven Diskussion ausweichen zu wollen entspricht einem klaren Armutszeugnis des eigenen Intellektes. Es folgen keine weiteren Erklärungen. Der Absender will also mit einem Wort seine Aversion ausdrücken ohne eine Begründung. Denn die hat er nicht. Wenn er oder sie sich auch noch hinter einem Nickname verstecken, dann ist es völlig klar, mit wie vielen Komplexen und mit welch einem fehlenden Selbstbewusstsein man es zu tun hat.

Schade, dass damit so manche zarte Seele erschreckt wird. Dabei ist es doch nur ein Boomerang, der anzeigt, wie einfältig der Absender ist.

Ich fand es jedenfalls kurios und amüsant mich einmal etwas näher mit diesem Begriff zu beschäftigen.

Kenne deinen Feind und er kann dir keinen Schaden mehr zufügen.

Das möchte ich allen ans Herz legen, die gerne schreiben, zu ihren Stücken stehen und sich nicht von solch nichtssagender Schwafelei beeinflussen lassen sollten.

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