Hingeworfene Gedanken

Deine hingeworfenen Gedanken habe ich durch meinen Geist gleiten lassen. Nichts ist hängen geblieben. Die Essenz deiner Wörter ist schon lange in meiner Seele vergraben.

Ich glaube nicht mehr an die Vorsätze, die Ziele, die Träume. Irgendwann bin ich in der Realität erstickt.

Zeig mir den Weg, auf dem ich wieder Luft bekomme, wo ich wieder meinen Gedanken begegnen kann.

Ich schreie nach Hilfe ... aber das Echo erlöscht ... noch bevor es mich erreichen kann.

Mein Weg war steinig und doch fand ich schöne Blumen an seinen Seiten.  

So schön, wie Abenteuer sein können, die man nicht erwartet, die einen immer wieder überraschen. So sah ich sie in der Jugend, dann reiften sie zu Herausforderungen. Das Alter brachte eine lähmende Müdigkeit mit sich. Die Erfahrungen wurden zu schlechten Beratern. Das Herz fror im eisigen Wind des Neides und des Argwohns. 

Das Lächeln quält sich auf meinem Gesicht. Warum jetzt und nicht später? Wenn das Lächeln wieder den Ausgang aus meiner Seele gefunden hat, durch das Herz geschlendert ist und auf meinem Mund mit Ehrlichkeit seine Freude verbreitet, sodass die Augen strahlen.

Frei und gerade heraus! So wollte ich immer leben! Gegen den Strom schwimmen! Das bringt viel mehr Freude und Wohlbehagen als man annehmen könnte. Natürlich ist es nicht leicht.

Man benötigt sehr viel Energie und ein angemessenes Selbstbewusstsein. Die erste kann man trainieren, das zweite muss in sich reifen. Zur ersten gehören Ausdauer und Geduld. Das zweite wird von der Überzeugung begleitet, nur auf sich selbst zu hören, an sich selbst zu glauben.

Die anderen können mich gerne unterschätzen. Am Ende zählt das Ergebnis. Wer oben bleibt, wer wieder aufsteht, wer das Vertrauen in sich selbst nicht verloren hat.

Ich wollte nie jemandem etwas beweisen.

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