Die Epiphanie und ihre Wirkung

Auf dem Kalender steht heute „Epiphanie“.

L’Epifania – ogni festa porta via

(Die Epiphanie ... nimmt jedes Fest mit weg)

 In den südlichen Ländern kommt in der Nacht eine Hexe (Befana) durch den Kamin und bringt den braven Kindern Süßigkeiten und den bösen Carbone (Kohle). Jedoch sind die Menschen im Süden meist gutmütiger und großzügiger. Deshalb ist auch die Carbone aus Zucker hergestellt, trotz ihrer dunklen Farbe.

In manchen Gegenden gibt es noch regelrechte Hexentänze. Sie sollen den Winter entfernen und eben auch die Feiertage beenden. Daher auch die Bauernregel (sinngemäß):

Gibt es bei Epiphanie keinen Winter kommt auch nichts mehr dahinter.

Persönlich hätte ich nichts dagegen. Mit Regen kann ich viel besser umgehen als mit Schnee und Eis.

Der Begriff „Epiphanie“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet

„Illumination – Einweihung – Erkenntnis“.

Das sollten wir uns zu Herzen nehmen, wenn wir jetzt voll und ganz in das junge Jahr eintreten.

Die Zeit der nahe beieinander stehenden Feiertage ist vorüber. Für viele war es keine Auszeit. Es gibt zahlreiche Berufe, die besonders an Feiertagen mehr arbeiten, als an normalen Wochentagen. Das Personal der Krankenhäuser, Polizisten, Feuerwehrleute, jeder Beschäftigte in der Gastronomie und den Hotels. Sie alle sind für uns da. Auch daran sollten wir uns manchmal erinnern und ihren Einsatz (an)erkennen.

In der Vergangenheit gehörte auch ich zu dieser Kategorie. Es hat mich nie gestört, an beliebten Urlaubsorten oder eben während der großen Feiertage, zu arbeiten. Kunstausstellungen erfreuen sich gerade in dieser Zeit   über zahlreiche Besucher. Ich feiere gerne, wenn die Lokale nicht überfüllt sind und ich reise gerne zu Zeiten, in denen es keinen Stau gibt und der Service in den Hotels mich verwöhnt und nicht stresst.

Der 6. Januar war jedoch immer wieder der eigentliche Neubeginn des Jahres. Auf ihn folgen kaum mehr Feiertage bis Ostern. Die Woche bekommt wieder ihren routinemäßigen Lauf zurück. Der Alltag kann sich füllen mit neuen Aufgaben, aber auch mit neuen Hindernissen.

Holt euch ins Bewusstsein was ihr von dieser Zukunft erwartet und was ihr diesem Jahr geben wollt. Baut auf eure Stärken und setzt sie zielbewusst ein, dann wird euch das kommende Jahr eine gute Ernte bringen!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0