Eine ganz persönliche Buchvorstellung

Dein Spiel – so betitelt sich mein neues Buch. Es geht um Spiele, ja, es kann auch „dein Spiel“ sein. Der Leser darf sich ruhig identifizieren. Vielleicht als Hasardspieler am Roulettetisch. Dort kann er den beiden Protagonisten zusehen oder sich mit ihnen anfreunden. Je nachdem, mit Ben oder mit Miriam.

 

Ben ist ein vielgereister Edelsteinhändler. Er kennt die Welt. Und dennoch bleibt er mysteriös. Er wird nur seine sexuellen Vorlieben preisgeben. Und einen Einblick in sein Berufsleben. Seinen größten Auftritt hat er bei einem äußerst makabren Spiel. Er täuscht seinen Tod vor. Was ihn dazu treibt und wie er mit den Konsequenzen dastehen wird, das steigert die Spannung in diesem kurzen Thriller.

 

Miriam ist da schon viel zugänglicher. Sie lässt sich mit ihrer „ewig besten“ Freundin beobachten. Sie gibt tiefe Rückblicke in ihre Vergangenheit. Und sie ist diejenige, deren Gefühle der Leser am tiefsten mitempfinden kann. Er liebt mit ihr, er trauert mit ihr. Am Ende wird er über ihre Reaktion dennoch überrascht sein.

 

Die Themenbehandlung ist vielfältig. Erotisch angehaucht durch nachvollziehbare Empfindungen, ohne auf ausschweifende Details einzugehen. Nur das Kopfkino zählt bei diesen Szenen. Sie stehen im Gegensatz zu den Überlegungen, die von der Protagonistin erörtert werden. Sie beschäftigen sich sehr mit der Trauer von Menschen, die man sehr geliebt und geachtet hat. Sie behandeln den Respekt und Umgang mit echter Freundschaft.

 

Am Ende wird Miriam eine Entscheidung treffen. Sie ist eine risikofreudige Hasardspielerin und tolerante Geliebte, aber dennoch auf der Suche nach ... Respekt ... Liebe ... Sicherheit? Wird sie weiter spielen oder findet sie den Menschen, mit dem sie ihr Leben teilen will? Die Spannung bleibt bis zur letzten Zeile.

 

Es ist mir völlig bewusst, dass man mit diesen Themen noch ein paar hundert Seiten hätte anhängen können. Jedoch finde ich es unterhaltsamer, dem Leser Anstöße zu geben und ihm die Möglichkeit zu überlassen, nach einer aufregenden Lektüre selbst darüber nachzudenken. Mit dieser Geschichte kann man wunderbar in eine andere Welt abtauchen und sich selbst hinein versetzen. Es mag für viele ein zu kurzes Vergnügen sein, dafür ist es zweifellos intensiver. Der Leser wird mitgerissen und kann sich weder der Erregung noch der Anspannung entziehen.

 

Die technischen Aufgaben konnte ich dieses Mal glücklicherweise einem Verlag überlassen. Ich fand die Zusammenarbeit mit Heinz Rochholl vom Telegonos Publishing Verlag sehr konstruktiv.

 

Das Cover habe ich selbst fotografiert. Meine schwarze Bluse aus seidener Spitze ist ein Vintage-Exemplar von Valentino Garavani aus den Achtziger Jahren. Ein Stück von mir, das mich nie im Stich gelassen hat, wenn ich ein Abendoutfit elegant stylen wollte. Darauf habe ich meine Perlenkette gelegt. Sie kommt nicht aus der Südsee, jedoch sind es noch echte, große japanische Perlen aus der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts. Bluse und Perlen liegen auf einer wunderschönen Tagesdecke aus handgearbeiteter Baumwolle, deren Design durch eine aufwendige Reliefarbeit hervorgehoben wird.

 

Ich freue mich auf eure Kommentare, Beiträge, Fragen ...

 

 

 

 

 

 

 

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