Wetter oder Detox-Kur? Wem gebe ich die Schuld?

 

Also sind wir doch alle dem Wetter ausgeliefert? Das frage ich mich nach den Gefühlen, die mich in der vergangenen Woche so gebeutelt haben.

 

Selten war ich so war gereizt und dünnhäutig gewesen wie in den letzten Tagen. Draußen stürmte der Wind durch die Straßen. Meine Selbstkontrolle funktionierte nur noch zäh. Die Bäume senkten sich den peitschenden Lüften. Schließlich eskalierte sogar eine Diskussion und wurde mit Weinkrämpfen beendet. Natürlich wollte ich nicht zugeben, dass mich meine „wunderbare innere Ruhe“ verlassen hatte. Die unruhige Luft verkürzte nur meine Spaziergänge.

 

Da ich am Aschermittwoch eine Detox-Kur angefangen hatte, gab ich zunächst einmal ihr die Schuld. Doch die funktioniert wunderbar. Ich fühle mich viel leichter, esse sogar mehr als vorher und nehme trotzdem ein wenig ab, obwohl es bei dieser Kur eigentlich „nur“ ums Entsäuern gehen soll. Daher keine Butter und Milchprodukte (nur fermentierter Käse ist angesagt und der ist einer meiner Lieblingslebensmittel.), kein Weißmehl, kein Alkohol, keine Wurst und kein Zucker. Zugegeben, letzteren brauche ich im Kaffee, habe ihn aber sehr reduziert. Ich tauche die Spitze des Kaffeelöffels gerade mal in die Zuckerdose ein. Das wird kaum ein Gramm auf die Waage bringen. Ach ja, es sind auch nur drei Tassen Kaffee am Tag erlaubt!

 

Dafür halte ich regelmäßigere Ess-Zeiten ein, esse mehr Fisch und mageres Fleisch, mehr Gemüse und noch mehr Obst, besonders Zitrusfrüchte sollten immer dabei sein. Der nette Kiwi ist ja die Petersilie der Früchte: so wie das Kräutlein überall den Geschmack erweitern kann, so passt auch dieses frische grüne Fruchtfleisch zu jeder anderen Obstsorte.

 

Also, wie gesagt, die Detox-Kur ist einfach toll und schmackhaft und kommt bei mir sehr gut an. Da ich gestern bemerkte, dass meine „wunderbare innere Ruhe“ wieder zurückgekommen war, begann ich zu recherchieren. Und siehe da: auf dem kleinen Spaziergang (nach dem Mittagessen 30 Minuten lang, gehört auch zur Kur) spürte ich keine lästigen kalten Luftzüge mehr um meine Ohren. Es war völlig windstill. Die schüchterne Frühjahrssonne konnte sogar schon ein wenig Wärme verbreiten.

 

Die Welt schien wieder in Ordnung. Bis zum nächsten Angriff...

 

 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0