Die Trägheit des Winters wird vom Frühling vertrieben

Augen auf und ran an den Frühjahrsputz! Was hat sich da alles in den Ecken und versteckten Winkeln angesammelt! Verstaubte Bequemlichkeit lebloser Tage!

 

Heute ist Frühlingsanfang! Er ist offiziell im Kalender angekommen! In den Gärten sprießen seit Tagen Krokusse und Schneeglöckchen um die Wette. Vögel zwitschern überall. Die Welt will wieder bunter werden. Der graue Winter ist vorüber.

 

Jetzt kommt die Zeit, in der wir gerne Haus und Garten oder Wohnung und Balkon neu entdecken. Jeder Winkel wird von der neugierigen Sonne beleuchtet. Sie zeigt uns, wo Hand angelegt werden muss. Ausräumen, reinigen, entrümpeln. So etwas Ähnliches hatten wir uns doch schon zu Beginn des Jahres vorgenommen. Der eigene Körper sollte gleich nach den üppigen Festtagen wieder straffer werden. Dann kam Fasching, Karneval oder Fastnacht dazwischen. Aber jetzt gibt es keine Ausreden mehr! Raus in die Natur! Das Gehirn mit frischem Sauerstoff versorgen. Den Körper entschlacken und entgiften. Den Geist wieder aufnahmefähig machen.

 

Ich hatte Aschermittwoch mit einer Detox-Kur begonnen. Sie sollte gerade mal zehn Tage dauern und wurde von mir auch von einer sehr einladenden Retox-Gymnastik begleitet. Schon nach drei Tagen fühlte ich mich wohler. Ich beobachtete meinen Körper. Der Bauch wurde flacher, Blähungen verschwanden und kamen nicht wieder. Das gab mir zu bedenken. Ohne große Einschränkungen mache ich weiter und erfreue mich der abnehmenden Nebenwirkungen. Dabei lasse ich nur die Butter zum Frühstück weg und esse kein Joghurt und keinen Quark mehr. Beim Kochen vermeide ich Crème fraîche und nehme Olivenöl anstatt Butter wo immer es geht. Ich bin so weit, dass mein hin und wieder auftretender Appetit nach Schokolade schon nach einem Rippchen gestillt ist und es nicht mehr, wie vorher, die ganze Tafel sein muss. Weizenmehl wird zur Ausnahme. Im Kaffee habe ich meinen Löffel Zucker zu einem Drittel reduziert.

 

Aber der effizienteste Trick an dieser Umstellung ist der Verzehr von Zitrusfrüchten zu jeder Mahlzeit: Morgens trinke ich einen Grapefruit- oder Orangensaft. Mittags und abends gibt es als Dessert gerne Obst. Mal begleitet ein Kiwi irgendeine passende Frucht (wobei die grüne Zitrusfrucht sich beinahe  allen anderen Obstsorten kombinieren lässt) mal gibt es eine Orange. Dadurch wird der Stoffwechsel angeregt!

 

Mit dieser wunderbaren Leichtigkeit freue ich mich über den Frühling und seine „aufregenden“ Gefühle. Er lockt nicht nur die bunte Vielfalt von Blumen und Pflanzen, Sträuchern und Bäumen heraus. Alle recken sich nach dem Licht. Überall sprießen die Triebe. Bald duftet es allerorts nach den süßen Blüten. Frische Schnittblumen bereichern jeden noch so kleinen Tisch. Und im Bauch beginnen die Schmetterlinge zu kribbeln.

 

Die Welt wird unter einem ganz neuen Aspekt wahrgenommen. Der Geist setzt eine unschlagbare, unglaublich starke Energie frei. Damit ist der träge Winterschlaf endgültig  beendet. Nach dem Frühjahrsputz in den eigenen Räumen wird die Garderobe durchgecheckt. Was passt wieder oder noch? Der Enthusiasmus schickt uns hinaus in die frische Luft. Die wiederentdeckte bewusste Bewegung strafft unsere Haut und befreit unzählige Glückshormone. Unsere Lebensfreude wird angekurbelt und das Glas ist  schneller halb voll.

 

Projekte werden konkreter betrachtet. Pläne werden gezielter durchgesetzt. Entschlossenheit und Durchsetzungsvermögen triumphieren über den inneren Schweinehund. Den wollen wir erst einmal den stürmischen Winden übergeben, damit sie mitnehmen und im Nirgendwo absetzen...

 

Die Natur erneuert sich und wir wollen dabei sein und mithalten!  

 

 

 

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