Eine ganz andere Weihnachtsgeschichte

 

Syltzauber trifft WeihnachtsStern

 

von Ben Bertram

 

 

 

Schon der Titel verspricht Poesie und Herzblut. Der Leser wird auch nicht enttäuscht. Mit viel Einfühlungsvermögen vermittelt uns der Autor eine ganz neue Perspektive. Im realen Leben sprechen und verstehen Hunde alle Sprachen ... mit ihren Augen und Ohren. Hier erzählt uns Jake, der Sylter Inselhund, die Welt aus seiner Sicht und nimmt auch schon mal einen Dialog mit seinem Labradorfreund Milo auf. Das macht unglaublichen Spaß. Die Sätze bleiben einfach und verständlich, sodass dieses Buch problemlos auch den eigenen Kindern oder Enkeln vorgelesen werden kann.

 

Es ist für mich definitiv das beste Weihnachtsbuch, das ich in meinen „erwachsenen Jahren“ gelesen habe. Umhüllt vom Zauber der Fantasie, eingepackt mit den aufrichtigsten Gefühlen und Empfindungen, die immer tiefer schürfen, je näher die Weihnachtsfeier kommt. Und wer immer noch nicht an Wunder glauben will, der wird sich hier überzeugen ... lassen.

 

Weihnachten ist eine wunderbare Zeit, das sollte auch Jake lernen, ein kleiner netter Kerl, der halb Europa durchreist hat, um auf Sylt sein Glück zu finden. Gleich zu Beginn wird er mit den Schneedingern konfrontiert. Was ist Schnee für jemanden, der diesen Niederschlag noch nie erlebt hatte? Hier darf man noch lächeln und sich vergnügen. Es bleibt spannend und amüsant bis zum Heiligabend. Dann sollte die eine oder auch der andere wohl ein Taschentuch bereit legen. Die Tränen der Rührung bitten nicht um Erlaubnis, sie überschwemmen die Augen und suchen sich einen Weg über die Wangen, ob man es will oder nicht.

 

Damit der begeisterte Leser nicht gleich aus Traurigkeit weiterweint, weil das Buch zu Ende ist, kann er sich mit ein paar tollen Leseproben auf weitere Abenteuer und Lebenserfahrungen von Jake freuen. Es ist wohl nicht das erste Buch, in dem sich der Autor in die Seele seines Hundes hineinversetzt. Und ich persönlich hoffe, dass es auch nicht das letzte sein wird.

 

 

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