Wie kommt so viel Plastik ins Meer?

 

 

 

 

Mikroplastik in der Nahrungskette!

 

Zu viel Dreck in den Weltmeeren!

 

Unzählige Flaschen und Beutel und Gegenstände aus Plastik schwimmen im Wasser. Diese ekligen Bilder bekamen wir in den letzten Tagen überall serviert. Schluss damit! Den EU-Parlamentariern fiel nichts Besseres ein als ein Verbot einzuläuten. Keine Einweg-Plastiksachen mehr. Na toll!

 

Ich bin nicht unbedingt ein Fan von Plastikgeschirr. Im Gegenteil. Aber ich kann gut verstehen, wenn es bei Kindergeburtstagen gerne benutzt wird. Da geht es nicht nur um den Abwasch danach, sondern auch um die Gefahr, sich mit Besteck zu verletzen. In Wartesälen oder Großraumbüros schätze ich den Wasserbehälter mit seinen Plastikbechern sehr. Das ist viel hygienischer als ein – vielleicht nur oberflächlich ausgespültes – Glas.

 

So könnte die Liste weiterwachsen. Plastik ist nun mal superpraktisch, resistent und oft hygienischer, weil es eben nur einmal benutzt und dann entsorgt werden kann. Und da sind wir schon bei der Ursache des Unglücks! Die Entsorgung von unserem Abfall! Hier geht es nicht mehr nur um das leidige Plastik. Hier geht es um alles, was irgendwann und LEIDER irgendwo weggeworfen wird!

 

Ganze Schulklassen werden dazu aufgefordert, den Dreck der Dreckigen aus der Welt zu schaffen. Egal, ob Strand oder Wald und Wiese. Kinder und Jugendliche sollen diese „soziale Arbeit“ übernehmen, werden dafür gelobt, fotografiert und in den Medien gezeigt.

 

Schämt euch!

 

Das ist genau die falsche Erziehung!

 

Ich muss den Dreck der anderen wegbringen, also kann ich auch meinen Dreck einfach dort hinschmeißen. Kommt ja bald die nächste Schulklasse.

 

Dieser Gedanke könnte so manchem Teenager durch den Kopf gehen.

 

Umgekehrt: damit wir das nicht machen müssen, sollten wir besser unseren Dreck richtig entsorgen.

 

Dieser Gedanke, hingegen, kommt selten an.

 

Die Kinder kann man aber noch dazu erziehen, sauberer und respektvoller mit der Natur umzugehen. Dazu brauchen sie, vor allem, das Beispiel der Erwachsenen. Da liegt das ganze Problem.

 

Wenn man mir dann drecküberladene Strände und Meere zeigt bekomme ich Gänsehaut vor Wut. Denn dort spielt eine ganz bestimmte Gattung der Menschen eine große Rolle: man nennt sie seit einigen Jahrzehnten TOURISTEN. Diese Gattung hat nichts mit Reisenden zu tun. Es gibt immer noch Menschen, die sich vernünftig benehmen können, auch wenn sie viel unterwegs sind, egal ob beruflich oder privat. Touristen reisen auch, möglichst billig, mit Flugzeug und Schiffen, aber gesellschaftsfähige Manieren kennen sie nicht. Anstand und Respekt, wenn sie diese Begriffe überhaupt kennen, lassen sie zuhause. Im Urlaub ist alles erlaubt. Da gibt es für viele keine Regeln mehr. Sie bleiben ja nicht an diesem Ort. Das ist hier Mantra im Hinterkopf.

 

Es ist nicht nötig, Plastik per se zu verbieten. Es ist dringend nötig, den Menschen eine gewaltige Gehirnwäsche zu verpassen. Wir sind mittlerweile viel zu viele hier auf diesem Erdball. Dementsprechend sollten wir uns einfach an der eigenen Nase fassen und ... sauberer werden!

 

Das hat nichts mit fanatischen Naturschützern zu tun!

 

Das bedeutet einfach:

 

ganz normalen Respekt für einander und für unseren Lebensraum an den Tag zu legen.

 

Noch mal:

 

Respekt und Toleranz wieder in Mode bringen,

 

damit das gegenseitige Vertrauen nicht ganz verschüttet wird.

 

 

 

 

 

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