November - der Monat der Sinnlichkeit oder der Besinnung

 

 

 

Unsere Sinnesorgane lassen uns sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen. Da stellte ich mir die Frage: Wenn es drauf ankommen würde, man aber die Wahl hätte, auf welchen Sinn würde ich leichter verzichten können?

 

Vor blinden Menschen habe ich den größten Respekt! Nichts zu sehen und sich doch in der Welt zurechtfinden. Das ist für mich eine meisterhafte Leistung. Das denke ich jedes Mal, wenn ich mich in der vollkommenen Dunkelheit befinde und die Orientierung verliere. So geschehen, in einer Kugel im Museum. Oder, ganz einfach, wenn ich mich morgens leise aus dem Schlafzimmer schleichen will und meinen Mann nicht wecken möchte. Wie oft würde ich die Schranktür anstatt die Zimmertür öffnen. Dementsprechend ist dieser Sinn für mich äußerst wichtig.

 

Ich liebe die Stille. Ich will völlige Ruhe um mich, wenn ich schreibe. Aber deshalb ganz auf das Hören zu verzichten? Nein, da gibt es so einige Momente, die ich nun wirklich nicht missen möchte: dazu gehört, vor allem, gute Musik! Und jedes kleine Geräusch, dass ich wahrnehme, sagt mir doch viel über mein Umfeld aus. Es kann mich warnen. Es kann mich beruhigen.

 

Und wie steht es mit dem Tastsinn? Da kommt mir sofort in den Sinn, wie schön es sich anfühlt, wenn man einen geliebten Menschen umarmt! Oder, wenn die Hände ein neues Kleidungsstück prüfen: wie weich ist dieser Pullover, wie seidig glatt fühlt sich diese Bluse an. Fühlen ist demzufolge ungemein wichtig.

 

Während einer Erkältung kann man kurzfristig erleben, wie es ist, wenn Zunge und Gaumen nichts mehr unterscheiden. Wenn alles, was man in den Mund schiebt, keinen Geschmack mehr verbreitet. Ein Jammer für mich! Oder, positiv gesehen, die beste Gelegenheit für eine Diät! Da komme ich schon ins Zaudern. Wie würde das langfristig sein, nichts mehr zu schmecken? Vielleicht...

 

Dann bleibt also nur noch das Riechen. Wenn ich es mir so richtig überlege, komme ich auf eine längere Liste von unangenehmen Gerüchen als wenn ich angenehme Düfte aufzähle. Da bin ich sehr sensibel. Ich rieche schon von weitem, wenn etwas nicht passt.

 

 Das meine ich jetzt nicht im übertragenen Sinn! Es geht hier um unseren Geruchssinn und nicht um den fühlbaren Spürsinn. Der entspringt dem sogenannten sechsten Sinn, unserem Instinkt. Manche nennen es auch gerne Bauchgefühl. Und damit sind wir schon mitten in der eigentlichen Sinnlichkeit. Sie entspringt dem Komplex unserer fünf Sinne: Sehen, Hören, Schmecken, Fühlen, Riechen lassen zusammen etwas Sinnliches wirken. Auf was würdet ihr, nur im Extremfall, verzichten wollen?

 

Viel Spaß beim ... (Be)Sinnen darüber...

 

 

 

Dieses Wortspiel konnte ich mir nicht verkneifen. ;-)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0