Wer das Genießen erlaubt, der lässt das Schöne in seinem Leben zu

Dr. Rainer Lutz

 

 

 

Was haben Diamanten mit Vanillekipferl gemeinsam?

 

 

 

 

 

Vanillekipferl sind der absolute Weihnachtsklassiker. Sie dürfen auf keinem Teller fehlen. So, wie der Diamantring den absoluten Klassiker unter den Verlobungsringen darstellt. Doch es gibt noch eine viel größere Gemeinsamkeit, die euch überraschen wird, oder vielleicht auch schmunzeln.

 

Erst einmal brauchen wir dazu passenden Plätzchenteig. Dazu werden viele ihr eigenes Rezept schon haben, deshalb zähle ich hier schnell „meine“ Zutaten auf. Es gibt doch immer wieder neue, junge Hobbybäcker, an die ich mich gerne wende:

 

250 g Mehl, 65 g Puderzucker, 200 g gemahlene Mandeln, 200 g Butter, 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker und 1 Prise Salz werden schnell und kräftig zu einem glatten Teig geknetet.

 

Der Backofen wird auf 160°C vorgeheizt und das Backblech wird wieder mit einem passenden Backpapier belegt. Und nun kommen wir zur eigentlichen Charakteristik, die süße, weiche Vanillekipferl mit den harten Diamanten verbindet.

 

Beide benötigen die ideale Temperatur und die richtigen Druckverhältnisse, damit sie überhaupt entstehen können. Die Edelsteine müssen darauf lange und tief im Erdinneren warten. Bei uns HobbybäckerInnen sind die Hände ausschlaggebend. Sie dürfen nicht zu kalt sein und sollen auch nicht zittern. Der Teig darf zwischen den Fingern nicht zerdrückt, sondern muss, eben mit den perfekten Druckverhältnissen, zwischen den Handflächen gerollt werden. Nicht zu schwach und nicht zu stark, immer gleichmäßig, damit das Teigbällchen zu den gewünschte Hörnchen geformt werden kann.

 

Viele von euch kennen das Rezept und kennen auch die Form. Dennoch, besonders die ersten Vanillekipferl sind immer die schwierigsten. Es fehlt noch an Übung. Die Proportionen entsprechen noch nicht der Idealvorstellung. Man muss sich erst wieder einstimmen.

 

Also werden sie auf dem Backpapier noch einmal liebevoll gestreichelt, um dabei, natürlich ganz unbewusst, noch einmal die ersehnte Hörnchenform zu korrigieren. Schließlich sollen es kleine Kipferl werden, wie der Name es vorgibt, und keine missratenen Hufeisen. Manche benutzen die vorgeformten Backbleche. Ich habe sie noch nicht ausprobiert. Bei Plätzchen und insbesondere bei Weihnachtsplätzchen sollte es gemütlich und kreativ zugehen. Geduld ist gefragt und die Zeit darf nur für den Backofen gemessen werden. Da genügen bei 160°C  12 Minuten.

 

Auf dem zweiten Blech sieht es schon besser aus. Die Hände kommen in den nötigen Rhythmus, das Druckverhältnis stimmt langsam. Die kleinen süßen Hörnchen werden schlanker, ihr „Bauch“ ist nicht mehr zu aufdringlich. Beim dritten Blech wird man eigentlich ein wenig traurig, weil der Spaß gleich vorbei ist. Das erste Teigquantum ist aufgebraucht. Gerade jetzt, wo man sich wieder damit vertraut hat.

 

Das erste Blech ist schon längst aus dem Ofen. Ich wälze die Vanillekipferl nicht im Puderzucker, sondern bestreue sie nur, damit sie nicht zu übersüß werden. Schließlich isst man sie gerne in Begleitung einer heißen Tasse Schokolade oder einer würzigen Tasse Tee. Ich habe gerade einen tollen Grünen Tee mit Orange und Ingwer entdeckt, in den ich auch noch eine halbe Stange Zimt eintauche.

 

 

 

 

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Wie man Eiweiße gut verarbeiten kann

 

Beim Kochen und Backen kann es vorkommen, dass man nur das „Gelbe vom Ei“ verwendet. Viele werfen das restliche Eiweiß sofort in den Abfluss, andere heben es erst einmal im Kühlschrank auf. Zwei bis drei Tage kann man sich ja überlegen, wie man es noch verwenden könnte.

 

 

Ich habe dazu gleich zwei Vorschläge:

 

 

 

EINE SUPERSTRAFFENDE FEUCHTIGKEITSMASKE UND LECKERE NUSSMAKRONEN

 

 

 

Wenn ihr nur ein Eiweiß habt, rührt es mit dem Fruchtfleisch von einer halben, sehr reifen, Avocado und einem TL Zitronensaft an. Am besten in einem Mixer, damit es schön cremig wird.

 

Dieses Püree ergibt eine wunderbar straffende Feuchtigkeitsmaske.

 

Bevor ihr die grüne Maske auf euer Gesicht verteilt wäre ein Peeling ideal. Je nach Konsistenz trage ich dann die Maske entweder mit einem Pinsel oder auch mit den Fingerspitzen auf.

 

Schon nach fünf Minuten spürt ihr die Spannung auf den Wangen. Die kommt vom Eiweiß. Die Zitrone schließt eure Poren und liefert reichlich Antioxidantien, die euch helfen, so ziemlich alle schädlichen Einflüsse aus der heutigen Umwelt abzufangen. Aber erst nach 15 Minuten wird die Maske wieder mit lauwarmem Wasser abgewaschen. Dann erst spürt ihr die wunderbare, pralle Feuchtigkeit, die von der Avocado hinterlassen wird, zusammen mit zusätzlichem, wertvollem Vitamin C.

 

Am besten bei zunehmendem Mond aufgetragen, dann wirkt sie noch intensiver.

 

 

 

 

Ab zwei Eiweißen habe ich ein tolles Grundrezept für ein Blech voller leckerer Nussmakronen

 

Das Originalrezept dieser Makronen kommt aus Italien, genauer gesagt: aus dem Piemont, weil sie ursprünglich mit gehackten Nüssen zubereitet werden.

 

Brutti ma buoni werden diese Leckereien genannt, das bedeutet wörtlich Hässlich aber gut. So unschön sehen sie eigentlich gar nicht aus. Ich bin ohnehin keine besondere Perfektionistin, was die kulinarische Inszenierung angeht. Es stimmt schon, dass das Auge mitessen will, aber der Geschmack spielt hier doch eigentlich die ganz große Rolle.

 

Ihr seht schon, ich lade nicht einfach ein Rezept hier auf, ich erzähle es lieber.

 

Also, für diese leckeren Plätzchen werden 2 Eiweiße erst einmal sehr steif geschlagen. Vorsichtig werden 100 g feiner Zucker und 100 g gehackte Haselnüsse und ½ Päckchen Vanillezucker (bitte nur Bourbon-Vanille verwenden!) untergemischt.

 

Schon hier gibt es weitere, nützliche Varianten: Ich verarbeite gerne mit diesem Rezept liegengebliebene Reste. Die gibt es auch oft nach dem Backen. Hier mal eine offene Packung gemahlener Nüsse oder dort noch ein paar Löffel gemahlene oder gehackte Mandeln. Spielt alles keine Rolle. Auf zwei Eiweiße könnt ihr gerne 100 g zusammenschütten. Hauptsache es sind Mandeln oder/und Nüsse. Schließlich müssen die Makronen ja nicht immer den gleichen Geschmack haben. Nachdem ich einige Rezepte ausprobiert habe, wurden diese Maße zu meinem Grundrezept, das ich, je nach Eiweißen, wunderbar variieren kann. Es bleibt angenehm, aber nicht zu süß und lässt auch den Nüssen oder/und Mandeln ausreichend Platz, um ihr Aroma delikat zu verbreiten.

 

Nachdem die Masse Konsistenz angenommen hat wird sie in einen kleinen Topf umgeschüttet. Am besten ein praktischer Stieltopf. Bei mittlerer Hitze und unter häufigem Rühren mit einem Kochlöffel wird dieser Teig erhitzt bis er zu glitzern beginnt. Dabei stets darauf achten, dass der Teig nicht anliegt. Hier ist es wichtig, sich ein wenig Zeit zu nehmen und geduldig immer wieder umzurühren. Deshalb benutze ich hierzu einen dieser schönen schwarzen Töpfe, deren Boden mir hilft, das unschöne Ankleben zu verhindern.

 

Zwischen einer „Rührrunde“ und der anderen könnt ihr schon einmal den Backofen auf 160°C vorheizen und ein Backblech mit einem entsprechenden Bogen Backpapier vorbereiten.

 

Meist steht zwar auf den Verpackungen „zugeschnitten“, doch ich muss ständig einen Streifen abschneiden. Vielleicht ist mein Blech kleiner? Jedenfalls kommt mir der übrig gebliebene Streifen zugute, weil ich ihn in die Blechdose lege, in der ich die Makronen anschließend aufbewahre. Diese schönen Dosen, die man mit allen möglichen Dekorationen heute findet, sind immer noch der beste Aufbewahrungsort für Plätzchen.

 

Doch vorher sollten wir sie ja zuerst einmal backen. 

 

Nachdem der Teig im Topf etwas abgekühlt ist, nehmt ihr immer nur einen Teelöffel voll und setzt diese Portiönchen auf das Blech. Am geeignetsten sind hübsche Häufchen, aber sie wollen ja nur gut schmecken und sind keineswegs narzisstisch. Wichtig ist ein wenig Abstand, denn die Häufchen gehen gerne etwas auseinander. Nach 12 Minuten könnt ihr schon nachschauen, wie weit sich die kleinen Teighäufchen erhoben oder verbreitet haben und ob sie langsam eine leckere, nussig braune Farbe bekommen. Manchmal benötigen sie bis zu 15 Minuten. Auch der Backofen scheint seine Tagesform zu haben.

 

In die Dose lege ich sie jedoch erst, wenn sie gut ausgekühlt sind. Die Zubereitung geht relativ schnell und verlangt nur etwas Fingerspitzengefühl beim Aufkochen des Teiges. Nüsse und Mandeln können das ganze Jahr über verarbeitet werden. Wer in der Adventszeit ein paar weihnachtliche Gewürze hinzufügen will, kann gerne mit Zimt, Kardamom & Co. experimentieren.

 

 

 

Variieren und Improvisieren ist meine oberste Devise in der Küche!

 

 

 

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Meine ganz persönliche

 

Interpretation

 

des traditionellen

 

Weihnachtsstollen

 

 

 

 

Heute beginnt die offizielle Vorweihnachtszeit. Deshalb habe ich mir gedacht, meinen neu gestalteten Genussblog mit einem passenden Rezept einzuweihen.

Ich habe keine großen Schwierigkeiten mit Hefeteigen, aber den Weihnachtsstollen in seine traditionelle Form zu bekommen, das gelang mir sehr selten. Also habe ich mir etwas anderes ausgedacht:

 

 

Praktisches STOLLENGEBÄCK in Häppchenportionen

 

 

 

Die Zutaten sind auch nicht unbedingt streng nach der Tradition, da ich gerne improvisiere. Hauptsache, das Resultat wird lecker!

 

 

 

Für das Stollengebäck weiche ich erst einmal in einer kleinen Schüssel 120 g Sultaninen mit 2 EL Rum und 4 EL Amarettolikör auf. Dazu kommt die abgeriebene Schale einer Zitrone und einer Orange. (Gerne könnt ihr auch Orangeat und Zitronat verwenden, dann bitte klein hacken. Wir, mein Mann und ich, mögen den Geschmack, aber nicht die Stückchen. Deshalb benutze ich die abgeriebene Schale der Zitrusfrüchte. J) Und ich gebe noch 50 g gehackte Mandeln dazu. Das ganze wird schön vermischt und kann durchziehen bis der Teig geknetet ist.

 

Doch zuerst erwärme ich 100 ml Milch und verrühre darin einen halben Würfel frischer Hefe. Bitte aufpassen, dass die Milch nicht zu stark erhitzt wird.

 

In eine große Schüssel gebe ich 250 g Mehl, 1 TL Zucker, 1 Eigelb, ½ TL Salz, 1 gestrichenen TL Zimt, 100 g Butter in kleinen Portiönchen, egal ob Würfel oder Scheibchen, 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker und die warme Milch mit der Hefe. Alles zusammen knete ich mit den entsprechenden Knethaken des Rührgerätes mindestens fünf bis acht Minuten. Bis der Teig eine glatte Konsistenz aufweist und sich fast von alleine vom Schüsselboden absetzt. Dann mische ich den Sultaninen-Mix unter und knete noch gerne drei Minuten kräftig durch. Auf diese Weise können sich die Aromen besser im Teig verbreiten.

 

Damit er in der Schüssel gut aufgehen kann, decke ich ihn mit einem Küchentuch ab und bringe ihn an einen ruhigen Ort. Das mag komisch klingen, aber ein Hefeteig mag keine Zugluft und keine Hektik um sich. Ich stelle ihn in den (nicht eingeschalteten) Backofen. Dort kann er bis zu zwei Stunden ruhen.

 

Sobald ihr den Teig aus dem Backofen genommen habt, wird dieser auf 200°C eingeschaltet. Ich nehme mir zuerst eine Hälfte des Teiges aus der Schüssel und rolle sie zu einem Rechteck mit ca. 1 cm Dichte auf. Damit es sauberer und einfacher geht benutze ich einen Gefrierbeutel, schneide die beiden Seiten auf und lege den Teig zwischen die beiden Folien. Da lässt er sich wunderbar bearbeiten. Das große Rechteck schneide ich in ca. 3 cm breite Streifen, die ich so alle 5 cm abschneide. Natürlich zählt das Augenmaß. Das Messer tauche ich vor jedem Ausschnitt in Mehl, dann lässt es sich leichter arbeiten.

 

Die kleinen Häppchen werden auf ein mit Backpapier belegtes Backblech gelegt. Im vorgeheizten Backofen sind sie in 12 bis 15 Minuten goldbraun gebacken.

 

In der Zwischenzeit schmelze ich 60 g Butter. Damit wird das noch warme Gebäck bepinselt, sobald es aus dem Ofen kommt. Anschließend darf natürlich eine schöne Schicht Puderzucker nicht fehlen. Wie viel ihr davon aufstreuen wollt, überlasse ich gerne euren Vorlieben.

 

Dieses Gebäck ähnelt dem Stollen sehr. So entfaltet es auch erst nach ein paar Tagen sein ganzes Aroma. Dafür hält es auch etwas länger, wenn ihr es in schönen Blechdosen aufbewahrt.

 

 

 

Morgen erzähle ich euch, wie ich das Eiweiß verarbeite.

 

Bitte nicht wegwerfen!

 

 

 

 

 

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